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Medienmitteilung: Komitee N18 fordert Kurskorrektur bei Verkehr ’45

vor 4 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Region Laufental-Thierstein-Jura leidet unter Staus, Unfällen und stark belasteten Ortszentren. Das zeigt die Korridorstudie des Bundes klar. Dennoch verschiebt der Bundesrat wichtige Verkehrsinfrastrukturprojekte entlang des Korridors N18 auf eine Zeit nach 2055. Das Komitee N18 lehnt die Vorlage «Verkehr ’45» daher ab und fordert eine rasche Priorisierung und verbindliche Umsetzung der dringend benötigten Entlastungsmassnahmen entlang der Achse Basel-Delémont.



Engpässe, Unfallschwerpunkte, eine hohe Belastung der Ortszentren durch Durchgangsverkehr – die vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) gemeinsam mit Kantonen, Gemeinden und weiteren Akteuren erarbeitete Korridorstudie N18 zeigt klar, dass entlang der Achse Basel-Delémont erhebliche Verkehrs- und Sicherheitsprobleme bestehen. Dennoch sieht der Bundesrat in seiner Vorlage «Verkehr ’45» für das Laufental zentrale Projekte wie den Muggenbergtunnel, das Contournement de Delémont sowie die Umfahrung Laufen-Zwingen erst nach 2055 vor. Für das Komitee N18 ist dies inakzeptabel.

 

Region entlasten statt vertrösten

«Stau, gefährliche Engpässe und Durchgangsverkehr mitten durch unsere Dörfer müssen endlich ein Ende finden. Wo gehandelt werden muss, zeigt die Korridorstudie des Bundes klar. Nun gilt es, die Ergebnisse ernst zu nehmen und die Region nicht länger zu vertrösten», betont Martin Dätwyler, Vorsitzender des Komitees N18 und Direktor Handelskammer beider Basel.

 

Das Komitee N18 fordert daher: Der Muggenbergtunnel muss dem Realisierungshorizont 2045 zugeordnet und bereits im Ausbauschritt 2027 mit einem Realisierungskredit ausgestattet werden. Gleichzeitig sind das Contournement de Delémont, die Umfahrung Laufen-Zwingen und die Zentrumsentlastung Laufen verbindlich zu planen und bis 2055 umzusetzen. Für sämtliche N18-Schlüsselprojekte sind die notwendigen Studien und Projektierungen umgehend zu starten und beim ASTRA die erforderlichen Ressourcen bereitzustellen. Ergänzend fordert das Komitee N18 den raschen Ausbau baulich getrennter Radwege entlang der N18 zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.

 

Sicherheits- und Wirtschaftsinteressen ernst nehmen

Die Region Laufental-Thierstein-Jura ist ein bedeutender Industrie- und Wirtschaftsstandort mit zahlreichen international tätigen Unternehmen. Für sie sind verlässliche Verkehrswege, funktionierende Lieferketten und eine gute Erreichbarkeit von Arbeitsplätzen entscheidende Standortfaktoren. «Werden notwendige Infrastrukturprojekte über Jahrzehnte hinaus verschoben, drohen Wettbewerbsnachteile. Eine zuverlässige Erreichbarkeit ist deshalb nicht nur für die Region selbst, sondern auch für den Werkplatz Schweiz von grosser Bedeutung», so Dätwyler.

 

Rasch Antworten auf bestehende Verkehrsprobleme finden

Für das Komitee N18 ist klar: Die Projekte entlang der N18 sind keine langfristigen Ausbauwünsche, sondern konkrete Antworten auf heute bestehende Sicherheits-, Verkehrs- und Standortprobleme. Eine frühzeitige Priorisierung verhindert, dass die Ergebnisse der Korridorstudie N18 folgenlos bleiben und die Region ohne realistische Perspektive bleibt, so Dätwyler: «Wir verlangen keine Luxuslösung, sondern sichere Strassen, entlastete Dorfzentren und eine verlässliche Verbindung zwischen Basel und Delémont. Unsere Region schafft Arbeitsplätze und trägt zum Wohlstand der Schweiz bei. Sie darf bei der Verkehrsinfrastruktur nicht auf später vertröstet werden. Jetzt ist das Laufental am Zug!»




 
 
 

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